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Kampfmannschaft
12.03.2017 / 18:21

2:1-Sieg gegen Rapid

Alar trifft per Elfmeter | Lykogiannis mit Traumtor

Zum Abschluss der 25. Runde der tipico-Bundesliga empfing der zuletzt wieder auf die Erfolgsspur zurückgekehrte SK Puntigamer Sturm Graz den SK Rapid Wien. Während die Heimmannschaft den klaren 3:0-Heimsieg gegen Altach bestätigen wollte, galt es für den Rekordmeister aus Wien endlich einmal in einem Pflichtspiel 2017 voll anzuschreiben. Ebenso blendend wie das Fußballwetter an diesem Nachmittag  war auch die Kulisse, die die 15.329 Zuschauer der Merkur Arena boten. Geleitet wurde das Spiel des Vierten gegen den Sechsten vom Schweizer Unparteiischen Alain Bieri.

Chancenreicher Beginn

Nur etwas mehr als drei Minuten war das Spiel alt, als die Gäste aus Hütteldorf in der Person von Joelinton die erste Tormöglichkeit vorfanden. Die Chance der Rapidler brachte aber ebenso wenig ein, wie die erste Chance der Hausherren – Marc Andre Schmerböck bediente Baris Atik halbhoch von der Seite, der Winterneuzugang konnte sich aber nicht mehr entscheidend in Szene setzen. In weiterer Folge war es die Gastmannschaft aus Wien, die bedacht war, das Spiel in die Hände zu nehmen - Sturm lauerte vorerst auf Konteraktionen. Infolge einer solchen war es Stefan Hierländer, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und den Ball zur Mitte brachte. Eine nachweislich gute Entscheidung: Andreas Kuen wurde laut Schiedsrichter Bieri an der Hand getroffen. Es gab Elfmeter für die Schwarz-Weißen. Deni Alar ließ sich diese Chance dennoch nicht entgehen und stellte nach 21 Minuten auf 1:0. Nach der Sturm-Führung trat Rapid zwar zunehmend fokussierter auf, die entscheidende Idee im letzten Drittel ließ die Elf von Damir Canadi aber vermissen. Das Team von Trainer Franco Foda sorgte in dieser Phase mit Entlastungsangriffen für die richtige Balance im Spiel. Die Minuten vor der Pause gehörten dann wieder der Auswärtsmannschaft: Auer verzog aus rund 15 Metern (36.), ein Kopfball von Giorgi Kvilitaia ging eine Minute später nur knapp über das Tor von Christian Gratzei. Eine „Halbchance“ vom sehr umtriebigen Schmerböck aus der 44. Minute, sowie eine Kopfballmöglichkeit von Christopher Dibon auf Seiten der Grün-Weißen rundeten diese erste Hälfte ab.

Im zweiten Durchgang den Sieg erarbeitet

In Minute 50 sorgte der sehr agile Atik im Namen des SK Sturm für den ersten Abschluss des zweiten Durchgangs. Die nächsten Spielminuten glichen Teilen der ersten Hälfte: Sturm offensiv zwar bemüht, Rapid mit mehr Spielanteilen, aber ohne die zündende Idee. Umso zündender war aber dann die Rakete, die Charalampos Lykogiannis in der 64. Minuten losließ: Mitten hinein in die Unmutsbekundungen der Rapidler – sie warteten vergeblich auf einen Elfmeterpfiff - hämmerte der Grieche den Ball aus rund 35 Metern in den Winkel – Rapid-Schlussmann Tobias Knoflach ohne Abwehrmöglichkeit. 2:0! In der 81. Minute später machte es Rapid dann aber nochmals spannend. Joelinton zieht an der Sechzehnmetergrenze ab, sein Tor findet unhaltbar den Weg ins Tor. In der Nachspielzeit wurde es aber nochmals prickelnd im Sturm—Strafraum, Gratzei verhinderte per Fuß in aller letzter Sekunde den Ausgleich. Zum Spielausgang trug schlussendlich die gelbe Karte von Joelinton ebenso wenig bei, wie die drei minütige Nachspielzeit. 

SK Puntigamer Sturm Graz: Gratzei - Koch, Spendlhofer, Schulz, Lykogiannis - Jeggo, Piesinger - Schmerböck (66. Huspek), Hierländer (87. Ovenstad), Atik (74. Horvath) - Alar

SK Rapid Wien: Knoflach - Dibon, Sonnleitner, M. Hofmann - Pavelic, Auer (46. S. Hofmann), Schwab, Kuen (46. Schrammel) - Schaub (77. Schösswendter), Kvilitaia, Joelinton

Tore: 1:0 Alar (21.), 2:0 Lykogiannis (65.), 2:1 Joelinton (81.)

Gelbe Karten: Jeggo bzw. Schwab, Joelinton

Schiedsrichter: Alain Bieri

Zuschauer: 15.329

Man of the Match powered by Kleine Zeiteung: Deni Alar

Benjamin Vollmann