DE EN
Kampfmannschaft
28.05.2017 / 18:39

Es bleibt beim dritten Platz

1:0-Niederlage beim WAC | Orgill trifft

Die 36. und damit letzte Runde der tipico Bundesliga stand am Plan. Der SK Puntigamer Sturm Graz traf im Auswärtsmatch auf den WAC. Während sich die Kärntner bereits schon letzte Woche den Klassenerhalt sichern konnten, hatte die Foda-Elf ganz andere Pläne – nämlich den Vizemeistertitel. Bei sommerlichen Temperaturen gab Schiedsrichter Julian Weinberger den Startpfiff für eine spannende Partie.

Sturm kommt nur langsam in Fahrt

Trotz der hitzigen Temperaturen startete das Spiel ruhig. Die ersten fünfzehn Minuten nutzten beide Teams, um ins Spiel zu finden. Die Grazer probierten zu Beginn das Spiel zu übernehmen, doch auch der WAC zeigte nach und nach groß auf. In Minute elf war der Ball das erste Mal im Kasten von Christian Gratzei, doch der Unparteiische zeigte auf Foul und Treffer wurde aberkannt. Und nur knapp zehn Minuten später spielte Issiaka Quedraogo in den Lauf von Dever Akeem Orgill, der nutzte den freien Raum und zog aus knapp 20 Metern ab – 1:0 für den WAC. (18.) Die Wölfe waren auch weiterhin am Drücker, versuchten immer wieder in die Gefahrenzone der Steirer zu drängen, aber auch Sturm hatte in Minute 23 ein gute Aktion – Fabian Koch, der diese Saison schon mehrmals sein Distanzschusskönnen aufzeigte, feuerte aus 25 Metern ab und verfehlte den Kasten von Andreas Kofler nur ganz knapp. Sturm wirkte nach dem frühen Führungstreffer der Kärntner etwas von der Rolle – machte es dem WAC oftmals zu leicht, die offenen Räume nutzen zu können. Vor der Halbzeit sorgte Baris Atik für Ausehen, versuchte es im Alleingang, ließ alle aussteigen und schoss vom Sechzehner ab. Nur ein Rücken eines WAC-Spielers konnte den Ausgleich der Foda-Elf noch verhindern. 

Sturm probiert und rackert

Nach der Pause musste James Jeggo verletzt vom Platz, für ihn schickte Franco FodaPhilipp Zulechner aufs Feld, somit standen alle Zeichen auf Attacke. Sturm versuchte seit Wiederanpfiff sofort nach vorne zu spielen, viele schöne Aktionen waren die Folge – das letzte Quäntchen Glück zum Abschluss ließ aber noch auf sich warten. Wie schon in Hälfte eins, war auch der WAC wieder am Drücker und prüfte die steirische Abwehr immer wieder aufs Neue. So auch in Minute 55 – ein Fernschuss segelte nur knapp an Gratzeis Pfosten vorbei. Ebenso knapp war es seitens der Grazer in Minute 60, Deni Alar bediente Marc Andre Schmerböck an der Seite im Sechzehner, der zog ab, doch der Kärntner-Keeper Kofler konnte per Fußabwehr retten. Sturm ließ hier eine Riesenchance auf den Ausgleich aus. In den kommenden Spielminuten investierte Sturm viel in die Arbeit nach vorne - bitterer Nebengeschmack, die Lavanttaler witterten hierbei ihre Chance auf Konter zu spielen. Für eine schöne Aktion sorgten die Schwarz-Weiß in Minute 79 – Philipp Huspek servierte auf Zulechner im Strafraum – der suchte den Abschluss, doch das Leder ging übers Tor. In den Schlussminuten übernahmen die Gäste das Zepter – und das ganz deutlich. Währenddessen man bei der Pfeifenberger-Truppe eher das Gefühl hatte, das 1:0 halten zu wollen, kratzten die Schwarz-Weißen noch einmal all ihre Kräfte zusammen, um doch noch den Ausgleich zu erzielen. Kurz vor dem Ende dockte Sascha Horvath an den Ausgleichstreffer, der Schwarz-Weiße zog auf Höhe des Strafraums aufs lange Eck ab, aber der Kärntner Keeper klärte zur Ecke. In den letzten Minuten erhöhten die Gäste noch einmal den Druck im Spielaufbau und produzierten Chancen am laufenden Fließband – ohne Erfolg. Mit einer Niederlage gegen die Wölfe, verabschiedet sich der SK Puntigamer Sturm Graz mit Platz drei in der Tabelle in die Sommerpause und spielt nächste Saison international.

Wolfsberger AC: Kofler – Standfest, Sollbauer, Hüttenbrenner, Klem – G. Nutz (46. Rosenberger), Tschernegg (61. M. Leitgeb), Offenbacher, Zündel – Ouedraogo (87. Hellquist), Orgill

SK Puntigamer Sturm Graz: Gratzei – Koch (75. Schmid), Spendlhofer, Schulz, Potzmann – Atik, Jeggo (46. Zulechner), Hierländer, Schmerböck (60. Huspek) – Alar, Horvath

Tore: 1:0 Orgill (18.)

Gelbe Karten: Hüttenbrenner bzw. Jeggo, Spendlhofer, Zulechner

Gelb-Rote Karte: Atik

Schiedsrichter: Julian Weinberger

Zuschauer: 6.435