Multimedia - 24.07.2017, 17:29

Leseproben

STURMECHO 352: 50 Jahre SturmEcho

Das aktuelle SturmEcho blickt nicht nur auf seine 50-jährige Geschichte zurück, sondern gibt wie gewohnt einen ausführlichen Überblick über aktuelle Aspekte des Vereins.

Tiefgang statt Jubelpostille. Zum runden Jubiläum lassen wir 50 Jahre SturmEcho Revue passieren und beleuchten den Weg der traditionsreichsten Vereinspublikation Österreichs – von der 8-seitigen Vereinszeitung bis zum qualitätsvollen Hintergrundmagazin. Highlight: eine Galerie aller bisherigen SturmEcho-Cover.

Die Rückkehr des Zwillings. Nicht einmal acht Jahre ist es her, dass die „Sturm-Zwillinge“ Daniel Beichler und Jakob Jantscher in der Murmetropole für Furore gesorgt haben. Jantscher ist nach etlichen Stationen im In- und Ausland kürzlich zu den Schwarz-Weißen zurückgekehrt und steht in einem ausführlichen Interview Rede und Antwort.

Aufstiegswünsche. Nicht nur das Trainerteam der Ersten hat sich nach der Winterpause verändert, auch bei den Amateuren steht mit Thomas Hösele ein neuer Übungsleiter an der Outlinie. Im Interview  berichtet Hösele über sein neues Betätigungsfeld, bestehende Aufstiegschancen und die besonderen Herausforderungen für Amateurspieler.

Ein Vierteljahrhundert in Schwarz-Weiß. Seit 1992 ist Šimo Marić als Zeugwart dafür verantwortlich, dass die Ausrüstung bei jedem Spiel der Schwarz-Weißen dort ist, wo sie sein soll. Grund genug für ein ausführliches Porträt des Sturm-Urgesteins aus Kakan.

Meisterlich. Zwei volle Jahrzehnte ist es her, dass der SK Sturm in der Saison 1997/98 zum ersten Mal die Meisterschale in Empfang nehmen konnte. Das SturmEcho feiert dieses Jubiläum mit einem Rückblick auf das sagenumwogene magische Dreieck und einem Schlusspfiff inklusive meisterhafter Fotostrecke.

Diese und 45 weitere Beiträge lesen Sie im neuen SturmEcho 352, das ab Freitag, 06. April 2018, im SturmShop Hans-Sachs-Gasse, an Spieltagen im SturmShop Liebenau sowie unter shop.sksturm.at erhältlich ist.

 

Inhalt
Kunstschüsse

Die Erste
Seitenwechsel (Kolumne )
Jakob Jantscher im Interview        
Jörg Siebenhandl im Porträt
An der Outlinie notiert (Kolumne )
Quartalsbericht: Q3 2017/18

Sportklub Sturm
Vorstandsetage (Kolumne)            
Nachruf: Ehrenpräsident Hans Rinner      
Sponsor-Lounge: J. Hornig              

Sturm & Drang
Der Problembehr (Kolumne)
Amateure: Thomas Hösele im Interview   
Frauen: Gendergerechte Zielsetzung

Fankurve
Mitgliedergeburtstage                      
Schwarzmarkt    
Kurvendiskussion (Kolumne)

Rückspiel
50 Jahre SturmEcho: Herzblut statt Mainstream    
Herbert Troger im Protokoll          
Schwarz-weiße Familienchronik
Wir sind Sturm!: Šimo Marić
Das magische Dreieck
Schlusspfiff 

 

Herzblut statt Mainstream (Leseprobe)

„SturmEcho“ mag ein wenig wie eine Volksmusikkombo klingen, ist aber tatsächlich das älteste Fußballklubmagazin Österreichs. Heuer feiert die schwarz-weiße Postille ihren 50. Geburtstag. Fans und Mitglieder gestalten das Klubmagazin als journalistischen Feinkostladen, in dem auch kritische Töne möglich sind.

„SturmEcho, SturmEcho“: Vor rund vier Jahrzehnten versuchte der Schreiber dieser Zeilen vor dem damaligen Bundesstadion Liebenau lauthals sein kaufmännisches Glück. Will heißen: Auf- und abgehen vor den Kassen sowie den Stadioneingängen, die Fußballfans direkt ansprechen und gebetsmühlenartig „SturmEcho, SturmEcho“ rufen. „Zeig’ her, Burli, was hast Du denn da?“, sagte einer der Matchbesucher, sah sich das Titelblatt an, nahm das Heft an sich und steckte mir eine Fünf-Schilling-Münze zu: „Passt schon. Aber vertrantschel es nicht.“ Gemeint war das Trinkgeld. Bei einem Kaufpreis von drei Schilling blieben famose zwei Schilling zur Taschengeldaufbesserung. Nach der Arbeit dann das Vergnügen: Eine Gratis-Kinderkarte für das jeweilige Heimspiel. Und Geldzählen: 26 Schilling Trinkgeld. Kein Wunder, dass viele Kinder an diesem „Job“ interessiert waren. Jahre später sollte einer Sturm-Echos verkaufen, der heute eine Legende ist: Mario Haas.

SturmEcho. Erinnert an Edelweiss-Echo, Unterland-Echo, Tiroler-Echo. Ein „Name wie eine Volksmusikkombo“ (ballesterer). Und das seit 50 Jahren. Heuer feiert das älteste Fußballklubmagazin Österreichs Geburtstag. Aus dem mit viel Passion geschriebenen Heft („Burschen, das war großartig!“ lautete etwa der Titel im Mai 1988, nachdem Sturm „heimlicher Frühjahrskönig“ wurde) ist ein hochwertiges Magazin geworden. Grund genug, um die Geschichte dieses Druckwerks zu beleuchten, dessen Historie eigentlich bis in das Jahr 1956 zurückreicht. Damals hatte der erste Vorläufer vom SturmEcho, der Sport Telegraf, das Licht der Medienwelt erblickt. Geburtshelfer für das 12 bis 16 Seiten umfassende Heft waren die Ex-Präsidenten Hermann Kurzbauer und Wilhelm Schlösser. Das „Nachrichtenblatt des S.C. Sturm-Graz“ hatte es sich zum Ziel gesetzt, den Kontakt zu den Mitgliedern und Fans zu intensivieren. „Ein ambitioniertes, kleines Magazin zum Preis von einem Schilling, das 1956 vier Ausgaben erlebte, dann aber wegen finanzieller Probleme wieder eingestellt wurde“, berichtet der Sturm-Historiker Herbert Troger.

Am Anfang war das „Sportprogramm“

Der nächste Anlauf zu einer schwarz-weißen Gazette sollte länger Bestand haben. 1962 brachten die Sturm-Funktionäre Herwig Brandstetter und Viktor Vavra – motiviert durch das Spielprogramm des in der Gruabn gastierenden deutschen Vereins SV Reutlingen – das „Sportprogramm Grazer Sportklub Sturm“ heraus, ein Stadionheft im A5-Format (wie das heutige SturmEcho LIVE). Fünf Jahre lang waren die Neuigkeiten aus dem Verein in dieser Form bei jedem Heimspiel erhältlich, wurde erst noch ein Schilling verlangt, gab es das Heft später kostenlos. Mannschaftsaufstellungen, Rückschau und Ausblick, Tabellen, ein Spielerporträt und die Kurzchronik des Gegners: Der Sportprogramm-Inhalt nahm das heutige SturmEcho LIVE auf jeweils vier bis acht Seiten vorweg. Und das immerhin 78 Ausgaben lang.

Relaunch: Das Wort war weiland noch nicht gebräuchlich, aber im März 1968 praktizierte Herwig Brandstetter genau das, was man heute darunter versteht. Ein prägnanter Titel wurde gesucht – und gefunden: SturmEcho. Auf Radio Steiermark war einst die Sendung „Das Echo der Zeit“ die tägliche Informationsquelle. „Echo war also ein vertrauter Begriff, der bei der Bevölkerung ins Ohr ging“, erläutert Troger. Leitender Redakteur der Premierennummer – sie kostete einen Schilling – war Manfred Ebner von der Handelskammer. Auf acht bis zehn Seiten konnte man folgendes lesen: ein Trainerinterview, kurze, aktuelle Meldungen zur sportlichen Situation sowie Themen aus der Fußballwelt. Eine Derby-Ausgabe (Sturm besiegte den GAK 3:1) im Oktober 1968 umfasste bereits 16 Seiten, die Sturm-

Echo-Auflage betrug 3 000 Stück. „Modern gespielt, hoch gewonnen“ vermeldete die Ausgabe 15 nach dem 6:3-Triumph über Meister Austria Wien in der Gruabn. Die Nummer 27, die unter dem Titel „Und jetzt gegen die Arsenal-Kanoniere“ stand, war die letzte von Ebner. Im Oktober 1970 begann die Ära von Chefredakteur Herbert Troger, der heute auch Sturm-Vorstandsmitglied ist. Der Einstieg gestaltete sich für Troger, der einst tatkräftig von seinem gleichnamigen Vater und von Redakteur Erwin Eberl unterstützt wurde, zu einer Art Reifeprüfung: Hunderte von englischen Schlachtenbummlern reservierten schon im Vorfeld der Arsenal-Partie SturmEcho-Ausgaben. Der Ansturm der passionierten Stadionheft-Sammler wurde mit Bravour bewältigt.

Die gesamte Geschichte des SturmEchos lesen Sie im neuen SturmEcho 352.