Multimedia - 24.07.2017, 17:29

Leseproben

SturmEcho 363: Team-Spirit

Die ganze schwarz-weiße Bandbreite

Der Grunddurchgang der Bundesliga ist zu Ende, mit jeder Menge Lesestoff geht es in die Meistergruppe. Dem neuen SturmEcho sei Dank. Die Themen reichen von der Kampfmannschaft über die Akademie bis hin zu Ivica Osim, der Nordkurve und der schwarz-weißen Geschichte. Leseempfehlung!

Honigdachs in der DNA. Die Coverstory des SturmEchos widmet sich der Mannschaft neben der Mannschaft – also dem Trainerteam. Wie Headcoach Christian Ilzer tickt, was er erneuert hat und welche Rolle der furchtlose, schwarz-weiße Honigdachs dabei spielt.

Sturm schlägt Corona. Das berichtet Thomas Tebbich, Geschäftsführer Wirtschaft des SK Sturm, im Interview. Zudem spricht er über die Covid-19-Förderungen, die Heimspiele in Klagenfurt und die Rückkehr der Fans.

Die Schatzkammer des Vereins. In der neuen Sammlung Sturm Graz trägt der 2020 konstituierte Beirat der Schwarz-Weißen geschichtsträchtige Objekte, Fotos und Dokumente der Klubhistorie zusammen und dokumentiert sie. Die Unterstützung der Fans ist erwünscht.

Ein Plan für alle. In der Akademie Steiermark – Sturm Graz ist Durchgängigkeit das neue Schlagwort. Die drei Teams der Talenteschmiede verfolgen dieselbe Philosophie wie die Erste und die Amateure. Eine Story mit Tiefgang.

Das Comeback der Schwarzmalerei. Das Fanzine der Nordkurve Graz ist zurück und das mit geballtem Lesestoff auf 220 Seiten. Es ist die in Summe siebente Ausgabe, die das Kollektiv 1909 auf die Beine gestellt hat und die erste seit sechs Jahren.

Premierenmeister. Ein Jahrhundert ist es her, dass der SK Sturm seinen ersten steirischen Meistertitel holte. Ein Rückblick auf die Saison 1920/21, gespickt mit Berichten des Grazer Tagblatts. Historisch!

Diese und 16 weitere Beiträge lesen Sie im neuen SturmEcho 363, das unter shop.sksturm.at sowie in den SturmShops Hans-Sachs-Gasse und Liebenau erhältlich ist.

Abos und Infos: 0316 / 771 771

 

INHALT

Der schweigsame Merlin der Fußballwelt

Die Schwoazen

Honigdachs in der DNA
Problembehr (Kolumne)              
Mathias Berthold im Interview
Porträt: Kelvin Yeboah

Thomas Tebbich im Interview
Vorstandsetage (Kolumne)
Sponsor-Lounge: Hannes Rechling
Sammlung Sturm Graz: Tradition verpflichtet

Akademie: Ein Plan für alle

Kurvendiskussion (Kolumne)
Schwarzmarkt

Sturm als steirischer Premierenmeister
Schwarz-weiße Familienchronik
Jan-Pieter Martens im Protokoll
Schlusspfiff: Mister Verlässlich

 

Honigdachs in der DNA (Leseprobe)

Furchtlos, schwarz-weiß und schlau: Das von „Energietypen“ getragene System Christian Ilzer zeigt bei Sturm Graz erste Erfolge. Wie der Teamplayer aus der Oststeiermark tickt, was er alles erneuert hat, wer ihm mit Rat und Tat zur Seite steht und welche Ziele er sich steckt.

Er ist nur knapp einen Meter lang und wiegt im Schnitt zehn Kilo. Er nimmt es in Konfliktsituationen durchaus mit Löwen und Leoparden auf, kann den Biss von gefährlichen Giftschlangen wegstecken und plündert bei der Nahrungsaufnahme am liebsten Bienenstöcke. Die Rede ist von Mellivora capensis, besser bekannt unter dem Namen Honigdachs. Der Spross aus der Familie der Marder hat den Ruf, das unerschrockenste Tier der Welt zu sein, was es wiederum für einen Meister der Motivation wie Sturms Co-Trainer Uwe Hölzl interessant macht. „Der Honigdachs ist nicht nur das furchtloseste Tier der Welt, er ist auch sehr schlau“, erklärt der 51-Jährige und spricht folglich von einer „guten Basis“ für die Vorbildfunktion des Tieres für die Mannschaft der Grazer Schwarz-Weißen. Ach ja: Der Honigdachs hat eine auffällige schwarz-weiße Färbung. Besser geht es ja nicht.

Der Honigdachs ist ein imaginärer, aber ständiger Begleiter im Team rund um Sturm Graz-Chefcoach Christian Ilzer. Als der 43-Jährige aus Puch bei Weiz im vergangenen Sommer von der Wiener Austria zu den Schwarz-Weißen gestoßen ist, hat er langjährige Weggefährten und Vertraute als Co-Trainer mit nach Graz genommen: Uwe Hölzl und Dominik Deutschl. Auch der Athletiktrainer Marco Angeler ist „Chris“, wie er vereinsintern genannt wird, von Wien in die Steiermark gefolgt. Ergänzt wird das Betreuerteam von Stefan Loch, der für die Torhüter zuständig ist. Das Arbeiten in der Gruppe behagt Christian Ilzer sichtlich. Er verkörpert nicht den Typus des einsamen, grüblerisch-genialen Feldherren, sondern sieht sich als Teamplayer, als Kopf einer Spezialistentruppe. „Der moderne Profifußball ist so vielfältig geworden, eine Person allein wäre sicher überfordert. Ich fühle mich bei Sturm richtig gut eingebettet, ich bin hier von Menschen umgeben, mit denen ich super eingespielt bin. Die Abläufe sind allen bekannt, der Workflow sitzt und – das ist wichtig – ich kann allen auch menschlich vertrauen“, sagt der Steirer.

Ein Frühstück mit Darts und Tischtennis

Ilzer. Schwere Verletzungen – gleich drei Kreuzbandrisse – verhinderten seine eigene Spielerkarriere, seiner Liebe zum Fußball tat dies aber keinen Abbruch. So trainierte er bereits im Alter von 17 Jahren ein Nachwuchsteam des USK Puch bei Weiz. Der gelernte Elektrotechniker absolvierte später die Ausbildung zum professionellen Trainer, zeigte ein Faible für Zusatzschulungen in den Bereichen Fitness, Videoanalysen und Sportwissenschaften. Der stets modisch-sportlich gekleidete Steirer konnte auf seinem Weg nach oben Erfahrungen als Co-Trainer von Bruno Friesenbichler, Rupert Marko, Helgi Kolviðsson und Heimo Pfeifenberger sammeln. Zusätzlich hospitierte Ilzer bei Trainergrößen wie Jupp Heynckes und Arsène Wenger und schnupperte in Deutschland und England den Duft der großen, weiten Fußballwelt. Der zweifache Familienvater versichert, nie einen Karriereplan gehabt zu haben. Bloß einen Wunsch hatte er schon als Jugendlicher verinnerlicht: „Ich wollte beweisen, dass man auch ohne große Karriere als Fußballer in diesem Sport etwas erreichen kann.“

Den gesamten Beitrag mit Statements von Stefan Hierländer, Ivan Ljubic, Christian Jauk sowie einem Interview mit Mathias Berthold lesen Sie im neuen SturmEcho 363.