Geschichte - 21.06.2017, 13:03

Die Ära Osim

1988 erreicht Sturm unter Walter Ludescher Rang drei. Mit Werner, Zellhofer und Co riskiert man zu teure Transfers, die den Klub sportlich und finanziell aus der Bahn werfen. Gleichzeitig drängt Ende der 1980er- Jahre Hannes Kartnig in den Verein, bis er schließlich Ende 1992 am Höhepunkt der sportlichen und finanziellen Krise zum neuen Präsidenten gemacht wird. Sein größter Coup gelingt dem Neo-Präsidenten und seinem neuen Manager Heinz Schilcher in der Saison 1994/1995 mit der Verpflichtung des ehemaligen jugoslawischen Nationaltrainers Ivica Osim und des jungen kroatischen Kreativspielers Ivica Vastic´. Mit weiteren Talenten wie Haas, Wetl, Schopp, Prilasnig oder Neukirchner führt Osim eine neue Spielkultur in der Gruabn ein: Statt Kampf ist Kurzpassspiel die neue Formel, die Schwarz-Weiß langsam aber sicher an die Spitze des österreichischen Fußballs bringt. Bereits in der ersten Saison, 1994/95, wird Sturm punktegleich mit Meister Austria Salzburg Vizemeister, geschlagen nur aufgrund des schlechteren Torverhältnisses. Schon eine Saison später folgt der erste nationale Titel seit 1934: Nach einem 3:1 gegen die Admira kürt sich der SK Sturm zum Pokalsieger. In der Meisterschaft zieht man im entscheidenden direkten Duell der letzten Runde gegen Rapid den Kürzeren.