Geschichte - 12.06.2017, 13:41

Gruabn als erste echte Heimat

Bereits im März 1919 hat ein Jahrzehnt Nomadentum endlich ein Ende, als eine Wiese an der Ecke zwischen Jakominigürtel und der Klosterwiesgasse zur ersten Heimstätte wird: der „Sturm-Platz“, später als „Gruabn“ berühmt. Auch der Vereinsname sollte sich ein letztes Mal verändern. Nach der Jahreshauptversammlung am 15. Februar 1920 wird neben der Fußballsektion auch ein Handball-, eine Damenhandball-, eine Boxund Leichtathletiksektion, der später auch eine Tennissektion folgt, gegründet. Aus dem „Fußballclub Sturm“ wird der „Grazer Sportklub Sturm“, der bald einen großen Erfolg feiert. In der ersten offiziellen steirischen Meisterschaft der Saison 1920/1921 behält Sturm die Oberhand – durch ein 1:0 gegen den GAK. Bis 1949 sollen zehn weitere steirische Titel folgen, was Sturm zum steirischen Rekordmeister macht. Der erste überregionale Erfolg stellt sich im Jahr 1934 ein, als der österreichische Amateur-Staatsmeistertitel errungen wird. Im selben Jahr wird zur 25-Jahr-Feier unter Obmann Franz Reistenhofer auch der ausgebaute Sturm- Platz mit der (heute noch existierenden) neuen Tribüne eröffnet, die unter anderem vom jüdischen Geschäftsmann Franz Öhler gesponsert wird. Schon damals beginnt das Ringen um eine „Staatsliga“, in der auch Nicht-Wiener Klubs Aufnahme finden sollen. 1936/37 scheitert Sturm in der Qualifikation gegen Simmering und Helfort knapp – es bleibt bei der Wiener Liga. Als Trostpflaster spielt man seit 1935 erstmals mit Teams aus der Hauptstadt um den österreichischen Pokal.