Geschichte - 12.06.2017, 13:42

NS-Zeit

Nach dem Anschluss Österreichs an Hitlerdeutschland im März 1938 wird die „Gauliga“ mit den Wiener Mannschaften eingeführt, doch im Sommer 1938 hat der Grazer Sportklub die Nase vorne und steigt auf. Sturm und GAK spielen mit Kärntner Klubs in der Bezirksmeisterschaft Süd. 1938 sind die nunmehrigen „Ostmärker“ im Deutschen Pokal – genannt Tschammerpokal nach dem Reichssportführer Tschammer- Osten – spielberechtigt. 1940 macht Sturm dort von sich reden: Gmeindl, Schabus und Co schlagen die Wiener Großklubs WAC mit 7:3 und die Admira mit 9:0. Gegen den 1. FC Nürnberg ist am Sturm-Platz nach einem 1:6 aber Endstation. Der Verein, der in den 1920er- und 1930er-Jahren in der antisemitischen Grundstimmung in Graz auf ein tolerantes, offenes Verhältnis wert legt, arrangiert sich während der NS-Zeit wie alle Klubs mit den Machthabern und wird von einem parteitreuen „Vereinsführer“ geleitet, die Jugend muss verpflichtend als HJ-Jugend (Hitler- Jugend) geführt werden. Doch in der zweiten Ebene ist Sturm – wie heutige Forschungen beweisen – unpolitisch und nicht belastet. Der Klub spielt zwar 1941 bis 1943 mit den Wiener Klubs in der „Bereichsklasse“, doch werden sämtliche Stützen zur Wehrmacht eingezogen. Ein sportliches Fiasko ist die Folge.