Kampfmannschaft - 26.12.2017, 08:01

Der Sportchef zieht erfreuliche Bilanz

Günter Kreissl, Geschäftsführer Sport, im Interview

Als “Architekten“ der aktuellen Mannschaft des SK Puntigamer Sturm Graz bezeichnen die Medien Günter Kreissl immer wieder. Das Team des “Winterkönigs“ trägt seine Handschrift ebenso wie jene von Franco Foda. Im hausinternen Interview zieht Kreissl nach der starken Herbstsaison – auch kritische – Bilanz und wagt einen Blick in das Frühjahr.

Günter Kreissl ist seinen Kickern bei jedem Wetter nahe.

Günter, hätte man dir vor dem Saisonstart gesagt, dass Sturm mit 44 Punkten auf Rang eins überwintert, was hättest du gesagt?

“Ich hätte gesagt, dass ich es durchaus für möglich gehalten hätte. Weil wir einen guten Kader zusammengestellt haben, mit dem es möglich ist, sich an der Spitze zu etablieren. Und gleich vorweg: Das selbe halte ich auch im Frühjahr für möglich.“

Ist dafür eine Aufstockung des Kaders nötig, kommen neue Spieler?

“Ich halte keinen Eingriff in die bestehende Mannschaft für nötig. Die aktuellen Spieler haben Sturm dort hin gebracht, wo wir jetzt stehen. Ihnen jetzt neue Spieler vor die Nase zu setzen, wäre nicht okay. Ich sehe also keine Notwendigkeit für Neuzugänge.“

"Die aktuellen Spieler haben Sturm dort hin gebracht, wo wir jetzt stehen. Ihnen jetzt neue Spieler vor die Nase zu setzen, wäre nicht okay. "

Günter Kreissl

Wie zufrieden bist du mit jenen Spielern, die du geholt hast?

“Da muss man erst einmal in zwei Gruppen unterscheiden. Mit Jörg Siebenhandl, Thorsten Röcher und Peter Zulj haben wir drei namhafte Spieler geholt, dazu weitere Potenzialspieler. Ich freue mich sehr, dass die drei Genannten unsere Erwartungen erfüllt haben. Siebenhandl zeichnet sich besonders duch sein gutes Spiel mit dem Fuß aus, er spielt gut von hinten raus, Röcher hat seine Qualitäten im Angriffsspiel und Zulj ist der erwartete Lenker. Andere, wie Potzmann, Jeggo oder Huspek haben sich als Leistungsträger etabliert und junge Spieler wie Puchegger, Filip oder Eze sind stets mit guten Leistungen zur Stelle, wenn man sie braucht.“

Die Schwoazen dürfen sich also auf ein gutes Frühjahr freuen?

“Wie schon gesagt, ich halte im Frühjahr alles für möglich. Wichtig ist, dass keine Selbstgefälligkeit aufkommt. Es gibt bei uns noch genügend Dinge, die man kritisch betrachten muss. Zum Beispiel die knappen Ergebnisse. Wir haben im Herbst nur vier Spiele mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen.“

Günter Kreissl mit dem neuen Trainer Heiko Vogel.

Da gibt es also noch Luft nach oben?

“Wir sind längst nicht am Limit, es ist erfreulicherweise noch ausreichend Entwicklungspotenzial vorhanden.“

Wie wird sich der neue Trainer Heiko Vogel in das bestehende Gefüge einbringen?

“Ich hoffe auf viel positive Chemie und bin zuversichtlich, dass da eine neue Gemeinschaft entstehen wird. Der neue Trainer erfüllt dafür alle Voraussetzungen. Er ist jung, hat mit einem Top-Team ebenso schon gearbeitet wie im Nachwuchs auf höchstem Niveau, bringt reichlich Erfahrung mit und kann mit Druck umgehen. Mit Patrick Dippel bringt er dazu einen Top-Spielanalysten mit. Und mit Joachim Standfest hat er einen Co-Trainer zur Seite, der nicht nur die eigenen Mannschaft in- und auswendig kennt, sondern auch die Gegner. Schließlich hat Joki bis vor einem halben Jahr selbst noch aktiv in der Bundesliga gespielt.“

Wie verbringst du die freien Tage?

“Ich nehme sicher keine Arbeit mit nach Hause und werde die Zeit mit meiner Familie verbringen. An dieser Stelle möchte ich auch allen Sturmfans, der gesamten Sturm-Familie einen guten Rutsch, viel Glück und Gesundheit im neuen Jahr wünschen.“