Kampfmannschaft - 10.03.2018, 21:21

4:2-Erfolg über die Admira

Edomwonyi mit Doppelpack | Potzmann und Alar treffen

Die 26. Runde der tipico Bundesliga führte den SK Puntigamer Sturm Graz nach Niederösterreich: Als Tabellenzweiter waren die Grazer beim unmittelbaren Verfolger FC Admira Wacker Mödling zu Gast. Die letzten vier Begegnungen zwischen den beiden Teams konnte jeweils das Heimteam für sich entscheiden, mit dieser Serie war nach dieser Partie Schluss. In einem mehr als nur unterhaltsamen Spiel sicherten sich die Schwarz-Weißen nämlich dank eines cleveren und engagierten Auftritts verdiente drei Punkte.

Richtig unterhaltsame erste Halbzeit

Nach nicht ganz fünf Minuten trug der SK Sturm seinen ersten Angriff vor: Marvin Potzmann mit dem Pass auf Thorsten Röcher, die Flanke des Mittelfeldspielers konnte Admira-Tormann Andreas Leitner jedoch vor dem abermals in der Startelf stehenden Bright Edomwonyi entschärfen. Mit der ersten Torchance in Führung ging die Elf von Trainer Ernst Baumeister. Nach einer Hereingabe von Marco Hausjell sorgte Sasa Kalajdzic freistehend per Kopf für das 1:0 der Heimmannschaft - das ging schnell (11.). Gleich flott ging es aber auch auf der Gegenseite. Röcher schickte nach einem Zuspiel von Peter Zulj Stürmer Edomwonyi in die Gasse - der Nigerianer umkreiste Goalie Leitner und stellte den Ausgleich her. 17 Minuten waren gespielt, die Schwoazen drückten mit dieser schön gespielten Aktion den Reset-Button. Für Edomwonyi war es der erste Treffer nach seiner Rückkehr nach Graz. Die Admira traf allerdings mit ihrem zweiten Torschuss zum zweiten Mal, die neuerliche Führung der Niederösterreicher war schon wieder hergestellt: Einen weiten Ball aus der Abwehr verlängerte James Jeggo unglücklich, Patrick Schmidt ließ Jörg Siebenhandl im Tor der Steirer keine Chance (28.). Und nur zwei Minuten später hatte Schmidt nach einem Corner aus kurzer Distanz seinen nächsten Treffer am Fuß, Siebenhandl konnte parieren (30.). Beide Mannschaften spielten konkret nach vorne, sowohl die Südstädter als auch die Schwoazen hielten sich nur ungern im Mittelfeld auf. Infolgedessen kam die Mannschaft von Coach Heiko Vogel zur nächsten Möglichkeit: Nach einem schnell abgespielten Freistoß vergab im ersten Anlauf Jakob Jantscher, im zweiten dann Peter Zulj (35.). Apropos: Die Mutter aller Torchancen vergaben die Schwarz-Weißen in Minute 37. Nach einem Foul von Jonathan Scherzer an Stefan Hierländer entschied Schiedsrichter Dieter Muckenhammer auf Elfmeter - Schlussmann Leitner behielt im Elfmeter-Duell mit Zulj die Oberhand. Der SK Sturm steckte aber nicht auf, spielte weiter nach vorne und belohnte sich noch vor der Pause mit dem Ausgleich. Potzmann erzielte in der 45. Minute mit einem Schuss aus gut 20 Metern aus zentraler Position den Ausgleich. Die darauffolgende Pause hatten sich beide Teams verdient, über eine ereignsarme erste Hälfte durfte man sich wahrlich nicht beschweren.

Edomwonyi-Traumtor und Alar-Treffer besiegeln Sieg

Mit einer nach wie vor lautstarken schwarz-weißen Anhängerschaft startete die zweite Hälfte, die erste Torannäherung konnte das Heimteam verbuchen. Lukas Grozurek zog in der 52. Minute in den Strafraum, seinen Torschuss konnte Siebenhandl aber halten. Nichts abzuwehren gab es für Andreas Leitner im Tor der Admira in Minute 54. Edomwonyi überhob Fabio Strauß am Rande des Strafraums und knallte den Ball in den Kasten. Das war richtig stark gemacht vom Stürmer, da kann man schon mal über den Titel "Tor des Monats" nachdenken. Die Schwoazen hatten das Spiel gedreht und zeigten sich weiter initiativ - ein Abschluss von Zulj fiel aber zu schwach aus (59.). In der 63. Minute verließ Jantscher das Spielfeld, Deni Alar kam zum dritten Mal in Folge als Joker ins Spiel. Nennenswerte Torraumszenen gab es allerdings auf beiden Seiten dann längere Zeit nicht - die Admira war zwar bemüht, den Ausgleich zu erzielen, richtig gefährlich wurde es aber eigentlich nicht. Zehn Minuten vor Ende reagierte Heiko Vogel ein zweites Mal, er brachte Emeka Eze für den Doppeltorschützen Bright Edomwonyi. Und der Stürmer hatte auch gleich nach seiner Einwechslung per Kopf seine erste Torchance (82.), der Ball ging jedoch am Tor vorbei. Der SK Sturm verlegte sich weiterhin auf das Kontern, in der 86. Minute schoss Alar aus der Drehung klar über das Tor. Nur acht Minuten nach seiner Einwechslung musste Eze dann wieder ausgewechselt werden - er wurde bei einem Konter der Grazer von Strauß verletzt, das Schiedsrichtergespann schenkte diesem klaren Foul keine Beachtung -, Sandi Lovric kam in der 88. Minute für den Nigerianer ins Spiel. Eine Minute später setzte Zulj einen Freistoß knapp über das Tor. In der fünfminütigen Nachspielzeit setzten die Schwoazen in einem Konter noch einen drauf: Nach Vorarbeit von Thorsten Röcher schloss Deni Alar kaltblütig ab, der 4:2-Sieg war in trockenen Tüchern!  

FACTS

Admira Wacker: Leitner – Posch (85. Malicsek), Petlach, Strauss, Scherzer – Lackner, Merkel – Hausjell (68. Holzmann), Kalajdzic (43. Maier), Grozurek – Schmidt

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Koch, Spendlhofer, Maresic, Potzmann - Hierländer, Jeggo, Zulj, Jantscher (64. Alar) - Edomwonyi (80. Eze; 85. Lovric), Röcher

Tore: 1:0 Kalajdzic (11.), 1:1 Edomwonyi (17.), 2:1 Schmidt (28.), 2:2 Potzmann (45.), 2:3 Edomwonyi (54.), 2:4 Alar (90.)

Schiedsrichter: Dieter Muckenhammer

Zuschauer: 2.950