Kampfmannschaft - 28.06.2018, 10:27

Bayrisch ist doch nicht gleich steirisch

Als Ur-Bayer geht Sturms Neuzugang Raphael Obermair nicht durch …

Neuzugang Raphael Obermair, der in seiner Jugend mit Julian Weigl kickte und unter Starcoach Carlo Ancelotti sogar einmal mit ins Bayern-Trainingslager durfte, ist zwar ein waschechter Bayer, aber bayrisch ist doch nicht gleich steirisch. Denn in seiner zweiten Woche in Graz gibt es für den 22-jährigen Außenbahnspieler noch leichte, allerdings unwesentliche, Sprachbarrieren.

Raphael Obermair war mit den Bayern-Stars im Trainingslager.

Unter Angelotti mit den Stars im Trainingslager

Aufgewachsen ist Raphael Obermair, deutscher Neuzugang des SK Puntigamer Sturm Graz, im Herzen Bayerns, in Prien am Chiemsee. Von dort machte er den ersten Karrieresprung zu 1860 Rosenheim, von wo es 2016 weiterging zum FC Bayern München II, wo der 22-Jährige ja unter dem jetzigen Sturmtrainer Heiko Vogel aufzeigte. In dieser Zeit wurde Raphael einmal in die “Erste“ hochgezogen, wo er beim Auswärtsspiel gegen Bayer Leverkusen die Münchner Stars von der Ersatzbank aus bei der Arbeit bewundern durfte. Und ein weiteres Mal durfte Obermair in seiner Münchner Zeit ins Dreamteam reinschnuppern. “Da hat mich Trainer Carlo Ancelotti in ein Trainingslager mitgenommen, eine tolle Erfahrung“, erinnert sich der Neo-Grazer.

Der junge Bayer mit Günther Kreissl.

“Bin gut aufgenommen worden“

Im Gespräch mit dem sympathischen Außenbahnspieler vermisst man allerdings den kernigen, typisch bayrischen Dialekt. Raphael spricht hochdeutsch. “Vielleicht liegt das auch daran, dass meine Mutter von den Philippinen stammt. Jedenfalls hab ich immer schon hochdeutsch geredet.“ Der bayrische Dialekt ist ihm aber natürlich geläufig. Was aber nicht heißt, dass ihm Steirisch keine Probleme bereitet. “Bayrisch ist nicht gleich steirisch. Wenn die Burschen schnell reden, hab ich schon noch meine Probleme, alles richtig zu verstehen“, schmunzelt Obermair. Was aber das kleinste Problem darstellt, denn wie in Graz, bei Sturm, üblich, wurde der junge Bayer von seinen neuen Kollegen sehr herzlich willkommen geheißen. “Diese Aufnahme war schon gut“, freut sich Raphael, der weiß, was er jetzt zu tun hat (außer eine Wohnung zu finden, bis Freundin Alessa nachkommt): “Natürlich will ich so schnell wie möglich in der Mannschaft Fuß fassen und schauen, so viel Spielzeiten wie möglich zu bekommen.“