Kampfmannschaft - 02.09.2018, 19:26

Schlager gegen Rapid endete 1:1

Sturm holte drittes Remis in der Liga | Zulj sorgte für die Führung der Grazer

Das Spitzenspiel der sechsten Runde der tipico Bundesliga ging am Sonntag in Graz-Liebenau über die Bühne. Vor 14.487 Besucherinnen und Besuchern gastierte der SK Rapid Wien beim SK Puntigamer Sturm Graz. Vor der Partie hielten beide Teams bei acht Zählern - und auch nach dem Spielende sollten die Mannschaften gleich viele Punkte am Konto haben. Denn nach einem vor allem in der zweiten Hälfte spannenden Match holten die Schwarz-Weißen das 400. Unentschieden seit Einführung der Bundesliga, das dritte Remis in der Liga in dieser Saison. 

Zulj verhalf Sturm zur Pausenführung

Mit zwei Veränderungen in der Startelf gegenüber dem Auswärtsremis beim Wolfsberger AC schickte Trainer Heiko Vogel sein Team auf das Grün der Merkur Arena: Markus Lackner und Philipp Huspek - für ihn war es die erste Partie dieser Saison, in der er in der Anfangsformation stand - rückten für Sandi Lovric und Philipp Hosiner in das erste Aufgebot. Und sie alle erlebten einen doch recht überschaubar spektakulären Beginn, in dem der SK Rapid Wien dann die erste große Chance hatte. Nach einem Freistoß von Christoph Knasmüllner konnte sich Stefan Schwab den Ball herunternehmen, traf mit seinem Schuss allerdings nur die Latte. Da hatte der SK Puntigamer Sturm Graz Glück gehabt (7.). Ansonsten ließen beide Teams in den ersten Minuten wenig zu, die Schwarz-Weißen standen defensiv gut und auch die Hütteldorfer verteidigten kompakt. "Die Null halten!" stand wohl ganz groß auf den Flipcharts in den beiden Kabinen geschrieben. Offensiv tat sich relativ wenig, Lukas Grozurek (12.) und Thomas Murg (17.) versuchten es mit einem Torabschluss - allerdings ohne Erfolg. In der 25. Minute schimmerte es leicht rot durch die Merkur Arena, Schiedsrichter Manuel Schüttengruber zeigte Schwab nach einem brutalen Foul an Grozurek allerdings nur Gelb. Da hätte sich der SK Rapid nicht beklagen dürfen, wenn er dezimiert in die Pause gegangen wäre. Für die nächsten spielerischen Elemente im Spiel sorgte Sturm: Nach 35 Minuten scheiterte Stefan Hierländer nach einer schönen Flanke von Lackner an der Präzision. Eine Minute später enteilte Huspek Maximilian Hofmann, der wusste sich nur mit einem Foul zu helfen - Schüttengruber entschied auf Elfmeter. Peter Zulj ließ sich die Mutter aller Torchancen nicht entgehen und zimmerte den Strafstoß unhaltbar für Richard Strebinger ins linke Kreuzeck (38.). Sturm führte und hätte beinahe noch einen Treffer vor der Pause draufgelegt, Huspek traf nach Vorarbeit von Otar Kiteishvili nur die rechte Innenstange. Mit einer knappen 1:0-Führung ging es in die Kabinen.

Unterhaltsame zweite Hälfte geht an Rapid

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Grazer die ersten Tormöglichkeiten: Den Schuss von Lackner konnte Strebinger halten (47.), den Distanzschuss von Kiteishvili ebenso (52.). Die Schwoazen präsentierten sich in den Zweikämpfen sehr präsent, agierten mit zunehmend mehr Selbstvertrauen. In der 59. Minute hatte Deni Alar die Führung nach einem Knasmüllner-Zuspiel am Fuß, vergab allerdings eine Topchance. Während sich die Gäste nach und nach mehr Ballbesitz erarbeiteten, versuchten die Grazer ihr Glück im Konterspiel. Zwanzig Minuten vor dem Ende waren es aber die Wiener, die eine nach einem Eckball hochstehende Heimmannschaft auskonterten. Kiteishvili foulte dabei seinen Gegenspieler knapp außerhalb des Strafraums, der Freistoß von Murg blieb ergebnislos (72.). Das Team von Trainer Goran Djuricin drückte nach wie vor auf den Ausgleich - in Minute 78 sollte es dann auch so weit sein. Nach einem schönen Lupfer von Knasmüllner traf Alar zum Ausgleich, in der 81. Spielminute kam Emeka Eze für den umtriebigen Philipp Huspek ins Spiel. Kurz vor Schluss hatte Lukas Spendlhofer die neuerliche Führung auf dem Fuß. Über Umwege kam der Ball zum aufgerückten Verteidiger, Strebinger war bereits geschlagen, doch die Kugel wollte nicht über die Linie (86.). Eine Minute später ersetzte Markus Pink Grozurek. In der Nachspielzeit hatte Rapid noch die große Möglichkeit zum Sieg, Murgs Schuss aus spitzem Winkel konnte Jörg Siebenhandl gerade noch entschärfen. Am Ende belohnte sich der SK Sturm für eine ansprechende Leistung mit einem Punkt gegen die Grün-Weißen und fuhr somit auch das 400. Remis seit Einführung der tipico Bundesliga ein.

Facts

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Spendlhofer, Avlonitis, Maresic - Koch, Lackner, P. Zulj, Hierländer - Kiteishvili - P. Huspek (81. Eze), Grozurek (87. Pink)

SK Rapid Wien: Strebinger - Müldür, Sonnleitner, Hofmann (60. Auer), Potzmann - D. Ljubicic, Schwab - Murg, Knasmüllner, Ve. Berisha (64. Ivan) - Alar

Siebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-VizemeisterschaftSiebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-VizemeisterschaftSiebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-VizemeisterschaftSiebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-VizemeisterschaftSiebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-VizemeisterschaftSiebenhandl – Koch, Schoissengeyr, Maresic – Hierländer (46. Jantscher), Jeggo, Lovric, Potzmann – P. Zulj (83. F. Schubert) – Röcher, Alar (73. Edomwonyi) - derstandard.at/2000079630792/31-gegen-Lask-Sturm-kurz-vor-Vizemeisterschaft

Swete – Kainz, Huber, Siegl, Rasswalder – Ljubic – Sanogo (74. Ilic), Diarra (86. Kröpfl), Rep (90. Heil), Flecker – Tadic - derstandard.at/2000084323737/Sturm-schlaegt-Hartberg-mit-Ach-und-Krach

Tore: 1:0 Zulj (38./FE), 1:1 Alar (78.)Knett – Schimpelsberger, Meusburger, Maak, Vallci – Henning (61. Freitag), Kerschbaum – Rakowitz (84. Rieder), Gabriele (61. Harrer), Durmus – Dedic - derstandard.at/2000084758588/Wacker-verlor-schlussendlich-nur-knapp-gegen-SturmKnett – Schimpelsberger, Meusburger, Maak, Vallci – Henning (61. Freitag), Kerschbaum – Rakowitz (84. Rieder), Gabriele (61. Harrer), Durmus – Dedic - derstandard.at/2000084758588/Wacker-verlor-schlussendlich-nur-knapp-gegen-Sturm0:1 ( 6.) Avlonitis (Eigentor) 1:1 (19.) Spendlhofer 2:1 (25.) Pink 2:2 (47.) Tadic 3:2 (82.) Hosiner - derstandard.at/2000084323737/Sturm-schlaegt-Hartberg-mit-Ach-und-Krach

Gelbe Karten: Maresic bzw. Schwab, Auer

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Zuschauer: 14.487