Kampfmannschaft - 21.04.2019, 16:28

Führung aus der Hand gegeben

Sturm unterlag dem WAC mit 1:2 | Hierländer verwertete Elfmeter

Der SK Puntigamer Sturm Graz verlor am Ostersonntag in der 26. Runde der tipico Bundesliga gegen den Wolfsberger AC mit 1:2. Nachdem die Schwarz-Weißen mit einer 1:0-Führung in die Pause gegangen waren, verabsäumten sie es nachzulegen. So drehten die Kärntner in der zweiten Hälfte vor 9.376 Zuschauern und bestem Fußballwetter die Partie zu ihren Gunsten. 

Hierländer schoss Sturm in Führung

Im Heimspiel gegen den Wolfsberger AC setzte der SK Puntigamer Sturm Graz auf ein 4-1-4-1-System und drei personelle Veränderungen im Vergleich zur 1:3-Niederlage beim FC Red Bull Salzburg. Dario Maresic kehrte für den gesperrten Lukas Spendlhofer zurück in die Anfangsformation von Trainer Roman Mählich, Ivan Ljubic für Jakob Jantscher. Außerdem durfte Markus Pink anstellte von Sandi Lovric erstmals seit einem halben Jahr wieder von Beginn an ran. Der Stürmer und seine Offensivkollegen konnten aus der spielerischen Überlegenheit in der Anfangsphase jedoch kein Profit schlagen, mit zu unpräzisen Hereingaben brachten sich die Schwarz-Weißen in den ersten zehn Minuten um den Lohn ihrer Bemühungen. Die Gäste aus dem Lavanttal suchten währenddessen im Konterspiel ihr Glück, Michael Lema setzte in der 18. Minute den ersten Torschuss der Partie ab. Nur drei Minuten später war wieder der 19-Jährige im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Fehler im Spielaufbau der Kärntner schickte Pink mit einem Heber Lema auf die Reise, die allerdings bei Alexander Kofler ihr Ende nahm. Der WAC-Tormann holte die Grazer Offensivkraft regelwidrig von den Beinen, Schiedsrichter Manuel Schüttengruber zeigte zu Recht auf den Punkt. Kapitän Stefan Hierländer ließ sich in seinem 200. Bundesligaspiel die Elfmeterchance nicht nehmen und versenkte die Kugel zentral im Tor der Kärntner (25.). Die Steirer führten verdient, präsentierten sich in Folge auch als die spielfreudigere Mannschaft. In der 41. Minute kam Sturm zu einer weiteren Topchance, nach einer schönen Kombination bediente Hierländer Lukas Grozurek, der es mit Gefühl versuchte, die Kugel allerdings knapp über das Tor setzte. In der aufgrund mehrerer längerer WAC-Verletzungsunterbrechungen gleich sechs Minuten langen Nachspielzeit machten die Steirer nochmals auf sich aufmerksam. Ivan Ljubic setzte mit einer schönen Einzelaktion Markus Pink in Szene, der Schuss der Solospitze wurde rechtzeitig geblockt (45.+3). Zwei Chancen von Hierländer - ein Schuss aus der Distanz über den Kasten sowie ein Einzelgang, bei dem ihn die Defensive der Lavanttaler rechtzeitig störte - beendeten die erste Halbzeit. 

WAC drehte das Spiel

Dass die Anfangsphase in der zweiten Hälfte klar den Schwarz-Weißen gehörte, untermauerten sie mit drei Möglichkeiten in den Minuten nach dem Wiederanpfiff. Erst konnten die Kärntner einen Schuss von Ljubic über das Tor abwehren (53.), dann setzte Juan Dominguez nach der daraus resultierenden Ecke einen Kopfball zu zentral (54.). Wieder nur eine Minute später kratzte Goalie Kofler einen Pink-Abschluss nach Vorarbeit von Gideon Mensah von der Linie. Für den Verteidiger war es die letzte Aktion des Nachmittags, Thomas Schrammel kam für Mensah ins Spiel. In einer deutlich chancenreicheren zweite Halbzeit hatten dann die Gäste zwei gute Möglichkeiten, doch Romano Schmid (59.) und Christopher Wernitznig (61.) brachten den Ball nicht im Tor von Jörg Siebenhandl unter. In den darauffolgenden zehn Minuten war Sturm dann wieder am Drücker, Otar Kiteishvili ersetzte Dominguez. Nach Zuspiel von Pink schoss Lema knapp am Tor vorbei (62.). Sieben Minuten darauf war Pink abermals Assistgeber, doch Lema scheiterte am starken Gästetorhüter Kofler, der Nachschuss von Fabian Koch wurde geblockt. Im Gegenzug landete der Ball im Tor. Sekou Koita ließ die Sturm-Hintermannschaft nicht gut aussehen, vollstreckte zum Ausgleich für die Lavanttaler (72.). Der Ausgleichstreffer schien den Gästen eine Moralinjektion verpasst zu haben. Nachdem Kevin Friesenbichler (72.) noch an Siebenhandl gescheitert war, war der Tormann der Grazer in der nächsten Aktion chancenlos. Friesenbichler ging nach einem Trikotvergehen von Anastasios Avlonitis im Strafraum spektakulär zu Boden, Michael Liendl versenkte den Strafstoß zur Führung der Kärntner (77.). In der 78. Minute reagierte Roman Mählich ein letztes Mal, schickte Jakob Jantscher für Lema auf das Feld. Die Schwarz-Weißen schienen allerdings ihr Pulver verschossen zu haben und verloren durch die Gegentore ihr Selbstvertrauen. Der Wolfsberger AC lauerte in der Schlussphase auf Konter, ließ defensiv nur wenig zu. Aus diesem Grund blieb es beim 2:1-Sieg der Kärntner. Bereits am Mittwoch ist der SK Puntigamer Sturm Graz in Pasching beim LASK zu Gast.

Facts

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Mensah (58. Schrammel), Maresic, Avlonitis, Koch - Dominguez (62. Kiteishvili) - Grozurek, Ljubic, Hierländer, Lema (79. Jantscher) - Pink

Wolfsberger AC: Kofler - Novak, Sollbauer, Rnic, Schmitz - Leitgeb - Sprangler (46. Friesenbichler), Wernitznig - Liendl - Schmid (70. Hodzic), Koita (85. Nutz)

Tore: 1:0 Hierländer (25./FE), 1:1 Koita (73.), 1:2 Liendl (77./FE)

Gelbe Karten: Ljubic, Dominguez, Avlonitis bzw. Schmitz

Schiedsrichter: Manuel Schüttengruber

Zuschauer: 9.376