Kampfmannschaft - 03.03.2019, 16:27

Rückschlag gegen starken LASK

Avlonitis flog mit Gelb-Rot vom Platz | Victor, Trauner & Frieser mit den Toren

Im ersten Heimspiel des Jahres 2019 musste der SK Sturm eine bittere 0:3-Niederlage gegen den LASK hinnehmen. Für die Steirer war es die erste Niederlage nach sieben Spielen, erstmals verloren die Grazer in der Ära Roman Mählich. Die Linzer hingegen bestätigten ihre zuletzt erbrachten Leistungen und gingen vor 11.154 Zuschauern in der Merkur Arena verdient als Sieger vom Platz.

LASK mit den besseren Chancen

Mit zwei Startelf-Veränderungen gegenüber dem letztwöchigen 1:1-Unentschieden beim SV Mattersburg nahm der SK Puntigamer Sturm Graz den sonnigen Sonntag-Nachmittag in Angriff. Gideon Mensah gelang erstmals der Sprung in die Sturm-Startelf, er ersetzte Thomas Schrammel auf der linken Seite. Des Weiteren bekam Philipp Hosiner im 3-4-1-2-System von Trainer Roman Mählich den Vorzug gegenüber Jakob Jantscher. Die ersten gefährlichen Akzente in der Partie setzte dann aber trotz eines guten Starts der Grazer die Gastmannschaft durch Schüsse von Philipp Wiesinger (4.) und James Holland (7.). In der 14. Minute machte sich der mutige Auftritt des LASK erstmals bezahlt. Sturm verlor in der Vorwärtsbewegung den Ball, Holland schickte Joao Victor auf die Reise - 1:0 für den LASK, Tormann Jörg Siebenhandl war ohne Abwehrmöglichkeit. Die Schwoazen hatten in den Minuten nach dem Gegentreffer Mühe zu nennenswerten Chancen zu kommen, die beste hatte Otar Kiteishvili nach einer schöner Kombination über mehrere Stationen (26.). Der Schuss des Georgiers fiel allerdings zu zentral aus und stellte LASK-Goalie Alexander Schlager vor keine Probleme. In weiterer Folge lieferten sich beide Mannschaften ein enges, zweikampfbetontes Spiel ohne große Torchancen. Die Steirer standen defensiv durchaus sicher, ließen aber offensiv die Durchschlagskraft vermissen, auch weil die Abwehr der Linzer wenig zuließ. Die nächste Möglichkeit hatte Joao Victor, Siebenhandl konnte den Schuss des LASK-Angreifers aber entschärfen (43.). Wenig später pfiff Schiedsrichter Harald Lechner zur Pause. 

Sturm lässt zwei Hochkaräter ungenutzt

Mit einer personellen Änderung startete der SK Sturm in die zweite Hälfte, Stefan Hierländer feierte sein Comeback in der tipico Bundesliga und ersetzte Fabian Koch. Die erste große Torchance ging dann aber auf das Konto der Oberösterreicher, Joao Victor setzte den Ball jedoch nicht nur an Siebenhandl, sondern auch am Tor vorbei (47.). Glück gehabt, wie auch zwei Minuten später als es Peter Michorl seinem Teamkollegen gleich tat. Der LASK kam deutlich besser aus der Kabine, die Steirer hätten sich über einen höheren Rückstand nicht beklagen dürfen. Auf der Gegenseite hatte Philipp Hosiner das, was in die Kategorie hunderprozentige Torchance fällt. Nach einer schönen Flanke von Hierländer setzte der Stürmer den Ball freistehend an der linken Stange vorbei (51.). Schade, schade! Für Hosiner war es die letzte Aktion des Nachmittags, Emeka Eze ersetzte ihn (52.). Sturm war in den darauffolgenden Minuten besser in der Partie, bekam aber in der 62. Minute den nächsten Tiefschlag verpasst. Nach einem Eckball der Linzer, der aufgrund einer Abseitsposition nicht gegeben hätte werden dürfen, köpfelte Gernot Trauner das 2:0 für die Gäste. In der 66. Minute reagierte Roman Mählich ein letztes Mal und brachte Michael Lema für Sandi Lovric. Sturm hätte sich in der 68. Minute wieder zurückmelden können, Arnel Jakupovic schoss den Ball nach einem mehr als aussichtsreichen Konter und in klarer Überzahlsituation am Kasten vorbei. Ab der 71. Minute mussten sich die Schwoazen in Unterzahl gegen die drohende Niederlage stemmen, Anastasios Avlonitis flog mit Gelb-Rot vom Platz - eine harte Entscheidung. In Folge hätten die Linzer das Spiel mehrfach entscheiden können, ließen aber trotz einer in Summe starken Leistung den Nachdruck im Abschluss missen. Auch Jörg Siebenhandl bewahrte die Steirer zu diesem Zeitpunkt noch vor dem dritten Gegentor. Die Grazer versuchten weiter den Anschlusstreffer zu erzielen, standen in der Abwehr auch aufgrund des Ausschlusses deutlich offener. Dies nutzten die Gäste schlussendlich nochmals aus, Dominik Frieser sorgte mit dem 0:3 aus Grazer Sicht für den Schlusspunkt (90.+4). Nächstes Wochenende ist der SK Puntigamer Sturm Graz beim FC Red Bull Salzburg zu Gast.

Facts

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Spendlhofer, Avlonitis, Maresic - Koch (46. Hierländer), Lovric (66. Lema), Ljubic, Mensah - Kiteishvili - Hosiner (59. Eze), Jakupovic

LASK: Schlager - Wiesinger, Trauner, Pogatetz - Ranftl, Holland, Michorl (90. Haudum), Ullmann - Goiginger (69. Frieser), Klauss (87. Tetteh), Victor

Tore: 0:1 Victor (14.), 0:2 Trauner (62.), 0:3 Frieser (90.)

Gelbe Karten: Avlonitis, Spendlhofer

Gelb-Rote Karte: Avlonitis

Schiedsrichter: Harald Lechner

Zuschauer: 11.154