Kampfmannschaft - 02.06.2019, 19:07

Sturm zitterte sich nach Europa

SK Rapid gewann 1:0 | Spendlhofer mit Eigentor

Dem SK Puntigamer Sturm Graz gelang aufgrund der Auswärtstorregel der Einzug in die kommende Europacup-Saison. Vor 9.315 Zuschauern unterlagen die Schwarz-Weißen dem SK Rapid Wien am Sonntag im letzten Match dieser Spielzeit mit 0:1, holten sich dank des 2:1-Hinspielerfolges jedoch den letzten verbliebenen internationalen Startplatz. 

Rapid-Führung nach Eigentor

Mit zwei Veränderungen gegenüber dem Playoff-Hinspiel beim SK Rapid Wien ging der SK Puntigamer Sturm Graz in das Rückspiel in der Merkur Arena. Trainer Roman Mählich setzte auf den im Hinspiel erfolgreichen Jakob Jantscher, der Michael Lema für das Erste auf die Bank verdrängte. Die zweite Änderung betraf die Innenverteidigung, Markus Lackner rückte für den erkrankten Dario Maresic in die Startformation. In dieser Besetzung ließen die Schwarz-Weißen anfangs auch wenig zu, offensiv kamen die Grazer in den ersten zehn Minuten jedoch wie auch die Gäste zu keinen nennenswerten Möglichkeiten. In der 15. Minute war sie dann da, die erste Topchance im Spiel - und diese gehörte den Gästen aus Hütteldorf. Nach einer Ecke von Thomas Murg köpfelte Christopher Dibon auf Aliou Badji, der Stürmer setzte den Ball aber aus kurzer Distanz über das Tor. Rapid machte in Folge mehr für das Spiel, ein Schuss von Badji wurde geblockt (22.). Die Schwoazen taten sich im Spiel nach vorne schwer, als Dreh- und Angelpunkt fungierten Juan Dominguez und Otar Kiteishvili. Eine halbe Stunde war gespielt, als Jörg Siebenhandl nach einem Schuss von Boli Bolingoli erstmals richtig gefordert wurde. Nur wenig später konnte sich der Tormann der Grazer mit einer starken Fußabwehr nach einem Schuss von Murg erneut auszeichnen (33.). In der 40. Minute kam dann auch der SK Sturm erstmals etwas gefährlicher vor das gegnerische Tor, eine scharfe Hereingabe von Stefan Hierländer hielt Richard Strebinger jedoch vor Markus Pink fest. Kurz darauf versuchte es Otar Kiteishvili, der Keeper der Wiener konnte aber auch in dieser Situation den Ball ohne Probleme fangen. In der 43. Minute ging der SK Rapid dann mit 1:0 in Führung. Nach einer Flanke von Stefan Schwab kam Badji nicht an die Kugel, dafür fiel der Ball Geburtstagskind Lukas Spendlhofer auf die Schulter und ließ Siebenhandl keine Chance. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Kabinen.

Sturm brachte 0:1 über die Zeit

Ohne Wechsel, dafür mit zwei nicht ungefährlichen, aber schlussendlich ergebnislosen Eckbällen startete der SK Sturm in die allerletzte Halbzeit der Saison. In der 54. Minute wechselte Mählich die Solospitze in seinem 4-1-4-1-System, brachte Emeka Eze für Pink. Und der Stürmer stand drei Minuten danach auch gleich im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem Eckball der Gäste zog Stefan Schwab ab, Eze klärte im Strafraum - allerdings mit der Hand - zum Eckball. Glück gehabt! Sturm Graz wusste sich bis zu diesem Zeitpunkt offensiv nur selten in Szene zu setzen, ein Solo über unzählige Meter inklusive Abschluss von Kiteisvhili bildete die Ausnahme (64.). In der 72. Minute griff Siebenhandl wieder in allerletzter Sekunde ein, einen Schuss von Schwab parierte der Goalie glänzend. Dann kam Sturm auf, der zuvor für Jakob Jantscher eingewechselte Philipp Huspek (73.) prüfte Strebinger (74.). Nur eine Minute später hatten die Schwarz-Weißen ihre bis zu diesem Zeitpunkt beste Möglichkeit im Spiel. Gideon Mensah tankte sich auf der linken Seite durch, bediente den völlig freistehenden Eze - der Stürmer traf jedoch nur Strebinger anstatt ins Tor (75.). Auf der Gegenseite bediente Murg Andrija Pavlovic, der allerdings am Ball vorbeifuhr. Sturm versuchte danach den Spielstand ins Trockene zu bringen, Thomas Schrammel ersetzte den starken Kiteishvili (87.). Die Schwarz-Weißen setzten in der Schlussphase alles auf die Defensive - und das mit Erfolg. Die Grazer brachten den knappen Rückstand über die Zeit und spielen in der kommenden Saison somit international. Zuvor geht es jetzt aber einmal in die Sommerpause.

Facts

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl – Koch, Lackner, Spendlhofer, Mensah – Dominguez – Hierländer, Ljubic, Kiteishvili (87. Schrammel), Jantscher (73. Huspek) – Pink (54. Eze)

SK Rapid Wien: Strebinger – Müldür (66. Schobesberger), Dibon, Hofmann, Auer – Grahovac, Schwab – Ivan (59. Knasmüllner), Murg, Bolingoli – Badji (73. Pavlovic)

Tore: 0:1 Spendlhofer (43./ET)

Gelbe Karten: Ljubic bzw. Bolingoli

Schiedsrichter: Robert Schörgenhofer 

Zuschauer: 9.315