Kampfmannschaft - 28.06.2020, 21:45

Spiel aus der Hand gegeben

Sturm verlor mit 2:3 gegen Rapid | Hierländer und Kiteishvili trafen für die Grazer

Eine Niederlage der ganz bitteren Sorte! Nach einer starken ersten Hälfte führte der SK Sturm zuhause bereits mit 2:0 und war auf dem besten Weg endlich wieder einmal ein Heimspiel zu gewinnen. Die zweite Halbzeit gehörte aber klar Rapid, Sturm verließen die Kräfte und kassierte in der 90. Minute das 2:3.

Verdiente Pausenführung für Schwarz-Weiß

Der SK Puntigamer Sturm Graz startete bei der tipico Bundesliga-Premiere von Interimstrainer Thomas Hösele ambitioniert in das vorletzte Heimspiel der Meistergruppe. Schon in der dritten Minute hatten die Steirer die erste Möglichkeit, ein Freistoß landete in der Mauer, Otar Kiteishvilis darauffolgender Kunstschuss ging neben das Tor. Die erste große Chance des SK Rapid Wien ließ nicht lange auf sich warten: Nach einer Kombination über mehrere Stationen scheiterte Christoph Knasmüllner an Jörg Siebenhandl, der den Ball aus kurzer Entfernung fangen konnte. Sturm zeigte sich aber aktiver als der Gegner und kam in einer unterhaltsamen Anfangsphase gleich zu seinen nächsten Möglichkeiten. Ein Schuss von Ivan Ljubic fiel zu harmlos aus (10.), Bekim Balaj setzte den Ball per Direktabnahme nach einer Flanke von Kiril Despodov klar neben das Tor (13.). In der 34. Minute führte eine Koproduktion von Jakob Jantscher und Stefan Hierländer, die so wie Balaj und Juan Dominguez zurück in die Startelf gekehrt waren, zur Führung der Grazer. Jantscher brachte einen ideal getretenen Freistoß zur Mitte, der wieder fitte Kapitän des SK Sturm verlängerte unhaltbar zum 1:0. Die Gäste aber hatten auch ihre Möglichkeiten: Knasmüllner traf den Ball alleinstehend am Elferpunkt nicht richtig (21.), Siebenhandl las einen Stanglpass von Koya Kitagawa (38.), ein abgefälschter Schuss von Stefan Schwab landete am Tornetz (42.). Die Schwarz-Weißen zeigten sich unterdessen in Sachen Effizienz im Vergleich zu den letzten Spielen stark verbessert. Ljubic auf Despodov, die Flanke des Bulgaren landete genau am Kopf des quirligen Kiteishvili, die Rapid-Verteidigung hielt zu viel Sicherheitsabstand, 2:0 für Sturm (45.+2).

Rapid-Dominanz brachte noch drei Gegentore

Bei der ersten Möglichkeit nach Wiederanpfiff ließ dann die Sturm-Defensive zu viel Platz zum Gegenspieler. Nach einer Flanke traf Kelvin Arase mit dem Kopf zum 1:2 aus grün-weißer Sicht (51.). Drei Minuten später fast der Doppelschlag: Siebenhandl war neben dem Tor, der Ball kam zur Mitte und Kitagawa machte aus drei Metern das Tor nicht, weil Sturm in einer kuriosen Aktion den Ball auf der Linie klären konnte. Auf der Gegenseite schoss Balaj nach einer Drehung knapp über die Latte (60.). In Folge gehörten praktisch alle Tormöglichkeiten den Gästen. Bei Abschlüssen von Ercan Kara und Dejan Ljubicic konnte sich Siebenhandl auszeichnen (62. & 63.), durch die fehlende Entlastung in der Offensive zeichnete sich der Ausgleich immer mehr ab. Nach einem unnotwendigen Foul von Ivan Ljubic fiel dieser durch Stefan Schwab nach einem Elfmeter (82.). Das einzig Positive in der Schlussphase: Dardan Shabanhaxhaj feierte sein Bundesliga-Debüt. Dann kam der negative Schlusspunkt: Kara traf in der 90. Minute zum 3:2-Endstand für die Gäste.

Facts

SK Puntigamer Sturm Graz 2:3 (2:0) SK Rapid Wien

SK Puntigamer Sturm Graz: Siebenhandl - Hierländer (70. Sakic), Avlonitis, Geyrhofer, Trummer - Dominguez (90.+1 Friesenbichler), Ljubic (83. Jäger) - Despodov, Kiteishvili, Jantscher (83. Shabanhaxhaj) - Balaj

SK Rapid Wien: Knoflach - Stojkovic, Hofmann (46. Petrovic), Greiml - Schick (90.+3 Grahovac), Ljubicic, Schwab, Ullmann - Knasmüllner (75. Ibrahimoglu) - Kitagawa (60. Kara), Arase

Tore: 1:0 Hierländer (34.), 2:0 Kiteishvili (45.+2), 2:1 Arase (51.), 2:2 Schwab (83., E.), 2:3 Kara (90.)

Gelbe Karten: Jantscher, Dominguez bzw. Hofmann

Schiedsrichter: Markus Hameter

Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit