Kampfmannschaft - 05.02.2021, 09:29

Im Geburtstalk: Philipp Huspek

Der Offensivspieler wird heute 30 Jahre alt

Seit heute im Klub der 30er: Philipp Huspek feiert seinen runden Geburtstag und spricht am Tag des Cup-Viertelfinales über den Titel-Hunger, seine persönliche Situation und was er sich als Profi nie erträumt hätte.

Heute gibt’s im Viertelfinale des UNIQA ÖFB Cups das Kultduell mit der Vienna. Wie schätzt du diese Partie im Vorfeld ein?

Es ist ein Spiel, das wir zu hundert Prozent ernst nehmen müssen. Es bietet sich uns eine Riesenchance in dieser Cup-Saison, der Einzug ins Halbfinale wäre der nächste große Schritt. Das muss jedem bewusst sein, auch wenn der Gegner am Papier nur ein Landesligist ist.

Philipp Huspek will mit Sturm heute im Cup den nächsten Schritt setzen.

Wir wollen ja nicht zu weit in die Zukunft blicken, dennoch: Wie groß ist denn der Hunger nach so einem Titel wie im Jahr 2018?

Er ist extrem groß. Wenn ich an das letzte Finale mit Sturm-Beteiligung zurückdenke, ist das schon Motivation genug. Ich würde mich sehr freuen, wenn wir es wieder dorthin schaffen. Und wenn es dann schon möglich ist, natürlich am besten mit Zusehern. Das hat uns 2018 sehr beflügelt und viel Kraft gegeben.

Deine persönliche Einsatzzeit in dieser Saison ist bis jetzt überschaubar. Wie gehst du mit dieser Situation um?

Im Fußball kann es immer schnell gehen. Natürlich wünschte ich mir mehr Spielminuten, es ist aber leider kein Wunschkonzert. Ich kann nur weiter positiv denken und den Verein und das Team in den Vordergrund stellen. Wenn es gut läuft, ist das natürlich einfacher. Dann hat auch das Trainerteam nicht so viel Grund, etwas zu ändern. Ich versuche dennoch, meinen Beitrag zu leisten. Das geht bei guter Stimmung und in einer so lässigen Mannschaft wie wir es sind sicher besser.

Seit heute bist du im Klub der 30er. Wie groß ist die Freude darüber?

Jetzt steht der Dreier endlich vorne, man fiebert die Zeit davor eh schon lange hin. (lacht) Es wird aber ansonsten ein normaler Spieltag für mich werden. Aber wenn du schon so lange im Geschäft bist – ich bin schon zwölf Jahre Profi –, dann passt das Alter schon ganz gut. Außerdem habe ich ja noch ein paar Jahre im Fußball. Es ist also alles gut, so wie es ist.

"Als ich mit 18 Jahren den Sprung zu den Profis geschafft habe bei Ried, haben mir viele nicht diese Laufbahn zugetraut."

Philipp Huspek

Du sprichst deine bisherige Zeit als Profi schon an. Wie glücklich bist du mit deinem abgelaufenen Fußball-Jahrzehnt?

Ich bin schon recht zufrieden. Als ich mit 18 Jahren den Sprung zu den Profis geschafft habe bei Ried, haben mir viele nicht diese Laufbahn zugetraut. Und jetzt bin ich schon das fünfte Jahr in Graz. Einst stand ich gegen Sturm erstmals in der Startelf, da hatte ich mir das nicht erträumt. Umso stolzer bin ich darauf.