Kampfmannschaft - 09.04.2021, 13:50

Meistergruppen-Evergreen vs. Newcomer

Sturm empfängt die WSG Swarovski Tirol

Noch nie zuvor duellierte sich der SK Sturm in einem Bundesliga-Finaldurchgang mit der WSG. Die Premiere am Sonntag (Anpfiff: 14:30 Uhr) ist für heimstarke Grazer zudem das erste Spiel in Liebenau in der heurigen Meistergruppe.

Das letzte Aufeinandertreffen in Graz entschied Sturm dank eines Treffers von Bekim Balaj mit 1:0 für sich.

Die Gäste haben Selbstvertrauen im Gepäck

Nur vier Vereine sind seit der Einführung des neuen Modus in der tipico Bundesliga Dauergast in der Meistergruppe. Einer heißt SK Puntigamer Sturm Graz, die anderen hören auf die Namen FC Red Bull Salzburg, LASK und RZ Pellets WAC. Während für die Steirer ein Platz in den Top-6 also kein Once-in-a-Lifetime-Erlebnis mehr ist, so ist er für ihren Gegner am Sonntag etwas Besonderes und eine Premiere. Die WSG Swarovski Tirol fixierte am letzten Spieltag im Grunddurchgang dank St. Pöltener Schützenhilfe in allerletzter Sekunde den Einzug in die obere Tabellenhälfte und somit den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte. Noch nie zuvor standen die Tiroler in der Meistergruppe. Vielmehr hätte es im letzten Sommer in die andere Richtung gehen können, als die Kristallenen nur ob des Ausscheidens vom SV Mattersburg die höchste Spielklasse halten konnten.

Zwei Serien und ein knapper Vorsprung

In der aktuellen Saison läuft es für die Tiroler, die dank der Punkteteilung nur einen Punkt Rückstand auf die Grazer haben, sehr gut. Mit einem 2:0-Sieg gegen den LASK startete das seit fünf Spielen ungeschlagene Team von Trainer Thomas Silberberger optimal in die erste Meistergruppe der Vereinsgeschichte. Die Angelegenheit in Liebenau wird für die Westösterreicher aber wohl keine einfache. Sturm unterlag zum Auftakt der Meistergruppe bei den Mozartstädtern zwar mit 1:3, kann aber auf eine starke Heimbilanz bauen. In sieben der letzten acht Meisterschaftsheimspiele konnte Coach Christian Ilzer mit seiner Mannschaft über einen Sieg jubeln. Besonders pikant: Die letzten fünf Liga-Spiele in Graz endeten mit einem 2:1 – vier Mal zugunsten der Schwarz-Weißen.

"Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass das Spiel am Sonntag ein richtungsweisendes Duell um die Europacup-Plätze ist."

Christian Ilzer

Zumindest laut Statistik wäre ein Sieg der Gäste auch diesmal überraschend: Sturm verlor keines der letzten acht direkten Duelle, gewann bis auf das letzte alle davon. Ilzer warnt aber vor dem Gegner: "Man braucht kein Prophet zu sein, um zu wissen, dass das Spiel am Sonntag ein richtungsweisendes Duell um die Europacup-Plätze ist. Die WSG ist ein Gegner, der von vielen als Überraschungteam gehandelt wird - so sehen wir sie schon lange nicht mehr. Sie ruft immer ein hohes Niveau ab und bringt sowohl Leistung als auch Ergebnisse." Sturms letzte Niederlage gegen die Tiroler datiert übrigens vom April 1970, damals gab es gegen die SpG WSG Wattens-FC Wacker Tirol eine 1:2-Auswärtsniederlage in der Nationalliga. Doch das ist schon ein paar Jahre her, heißt die Realität jetzt doch Meistergruppe.