Sonstiges - 08.05.2019, 04:21

Erich Welk ein Achtziger

Mit Sturms Unter-21 wurde er 1976 zum Meistertrainer

Unglaublich, wie die Zeit vergeht. Schon am 6. April feierte der langjährige Trainer der Unter-21 des SK Puntigamer Sturm Graz und Nachwuchschef Erich Welk seinen Achtziger.

Ein knappes Jahrzehnt als Coach

Fast zehn Jahre lang – in den 1970er Jahren – war Erich Welk (im Foto oben links mit der Meistermannschaft von 1976) Trainer beim SK Sturm. Ob als Chef der Unter-21-Truppe, die 1974 mit der neuen Zehner-Bundesliga eingeführt wurde. Oder zuvor als Coach der Junioren beziehungsweise der Unter-20, die sich in der steirischen Liga mit den damals starken Weizern – mit Andy Pichler, Hubsi Kulmer, Alois Schrei, Walter Gruber und Co – matchte. Aber auch als Gesamt-Jugendcoach und als Assistent von Cheftrainer Karl Schlechta. Den größten Erfolg feierte Erich Welk 1976 in der U-21-Meisterschaft, als Sturm mit 48 Punkten vor VÖEST Linz, dem GAK, Salzburg, Austria, Admira, Rapid, Innsbruck, Klagenfurt und dem LASK österreichischer Meister wurde. Gemeinsam mit dem U-21-Sektionsleiter Edi Sram sorgte Welk für bestes Training und beste Stimmung. Toni Ringert, der damals nur selten in der Ersten zum Einsatz kam, war für die Fohlen als Regisseur besonders wertvoll. Der Kärntner Helmut Grischenig schoss in einem Spiel gegen den LASK fünf Tore.

"Das schöne war ja damals, dass diese Spiele stets als Vorspiele der Ersten stattfanden und somit viele Fans die jungen Talente begutachten konnten"

Erich Welk

Welk war als Tormann aktiv

Namhafte Spieler dieser U-21-Meistertruppe: Der junge Walter Saria im Tor, der 18jährige Rudi Schauss, Hans Koller, Helmut Grischenig, Mario Fröhlich, Walter Bucsek, Mario Fruhmann, Anton Goschier, Ersatzgoalie Oswald, Pammer. Welk: „Das schöne war ja damals, dass diese Spiele stets als Vorspiele der Ersten stattfanden und somit viele Fans die jungen Talente begutachten konnten.“ Erich Welk, der beruflich bei Waagner Biro als Konstrukteur tätig war, begann 1952 in der Sturm-Schülertruppe und spielte dann bei der Sturm-Jugend im Tor. Nach Leihjahren bei Union und Puch Graz war im Sommer 1959 kein Platz bei Sturm. Mit Franz Mikscha und Günter Paulitsch standen zwei gute Goalies zur Verfügung, außerdem war das Geld knapp. Peter Prasthofer, Chef des großen Sportgeschäftes am Joanneumring, vermittelte Welk zum GAK. Dort schaffte er 1961 nach dem Abgang von Gernot Fraydl zur Wiener Austria den Sprung in die Erste. In den folgenden Jahren schaffte Welk den Sprung ins B-Nationalteam, ehe ihn zwei schwere Verletzungen ab 1966 zurückwarfen und zum Karriere-Ende zwangen.

Ab 1970 Trainer bei Sturm

Mit der A-Lizenz unter Leopold Stastny und immer sein großes Vorbild Hennes Weisweiler vor Augen, war Welk ab 1968 Spielertrainer in Lankowitz und Kumberg und stieg dann mit dem Grazer Sportklub in die Landesliga auf. Nach einem Intermezzo in Fürstenfeld kam Erich Welk im Sommer 1970 als Nachwuchscoach zu Sturm. Gemeinsam mit Jugendleiter Fredl Fischer, mit Franz Doberauer, Siegi Plank, Edi Sram und Heinz Eisl bildete er damals das „Jugendteam“. Die Unter-20-Mannschaft der Jahre 1972 bis 1974 mit dem früh verstorbenen Helmut Kronjäger als Kapitän wurde zu einer verschworenen Einheit, die sich auch Jahrzehnte später immer wieder traf. Ab den 1980er-Jahren war Erich noch bei einigen Klubs als Trainer mit Erfolg tätig.

Alles Gute zum Achtziger!

Leider wurde er vor einigen Jahren Opfer seiner Sportverletzungen und einer missglückten Operation, so dass er einen Fuß verlor und so in seiner Mobilität etwas eingeschränkt ist, was für ihn als leidenschaftlichen Sportler bitter ist. Der verheiratete Vater einer erwachsenen Tochter und eines Sohnes lebt aber bis heute am Zeitgeschehen und am Schicksal des SK Sturm mit großem Interesse mit. Die Sturmfamilie wünscht Erich zum Achtziger nachträglich das Beste und noch schöne Jahre.