Sonstiges - 06.03.2019, 11:50

Special Blacky bei den Weltsommerspielen

Markus Pretterhofer in Abu Dhabi

Am 14. März werden in Abu Dhabi die Special Olympics World Summer Games in Abu Dhabi eröffnet. Bei den Weltspielen für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung ist auch ein Fußballer der Special Blackies mit dabei. 

Die Vorfreude ist riesig, die Erwartungshaltung ebenso. Wenn am 5. März das Flugzeug von Wien Richtung Dubai abhebt, dann sitzt mit Markus Pretterhofer ein Passagier an Bord, der sich schon seit Wochen auf dieses große Sportereignis vorbereitet hat. Der Spieler und Kapitän der Special Blackies des SK Sturm Graz ist ein ganz wichtiger Teil des österreichischen Fußballteams, das bei den Special Olympics World Summer Games in Abu Dhabi um die Medaillen kämpfen wird. Unterstützt wird er dabei von Thomas Gruber, der bei den Weltspielen sein sogenannter „Unified-Partner“ sein wird – Gruber ist zudem auch Cheftrainer der Special Blackies, kennt „Mani“, wie er von allen genannt wird, also in- und auswendig: „Er wird im österreichischen Team auf der Flügelposition rechts oder links außen spielen, je nachdem, wo er gebraucht wird. Seine Stärke ist auf jeden Fall, dass er eigentlich überall eingesetzt werden kann. Und er ist ein fleißiger Trainierer, in den letzten Wochen haben wir uns wirklich intensiv auf die Spiele vorbereitet.“

"Ein Tor - ein Assist"

Pretterhofer fliegt natürlich mit dem Ziel, eine Medaille zu holen, in die Vereinigten Arabischen Emirate. Am liebsten wäre ihm natürlich die „Goldene“. Schließlich sollen die vielen Trainingseinheiten in den letzten Wochen auch belohnt werden. „Mani“ will das Seine dazu beitragen: „Ich will zumindest ein Tor schießen und einen Assist geben – aber wenn es mehr wird, habe ich auch nichts dagegen!“

Kampf um jeden Ball

Vom 5. bis 8. März findet in Dubai ein Kurztrainingslager für das Fußballteam statt, danach geht das dreitägige Host-Town-Programm über die Bühne. Dabei erhält die österreichische Delegation (insgesamt 61 Sportler mit intellektueller Beeinträchtigung, dazu noch 21 Unified-Partner und 20 Trainer) Einblicke in die Kultur und das Leben in den Vereinigten Arabischen Emirate. Danach geht es für die Fußballer weiter nach Abu Dhabi, wo am 14. März in einer pompösen Zeremonie die Weltspiele für rund 7.500 Athleten aus 192 Nationen eröffnet werden. Ab 15. März heißt es dann für die Kicker „Kampf um jeden Ball“, gespielt wird auf dem Großfeld (also 11 gegen 11 – wobei immer mehr beeinträchtigte Athleten als Unified-Partner in der Mannschaft stehen müssen). Am 21. März findet schließlich die Schlussfeier statt, am 22. März geht es für das Team Österreich wieder nach Hause. Hoffentlich mit einer schönen Medaille im Gepäck. „Wir wollen einfach das Beste geben und gut spielen, dann wird es mit einer Medaille schon klappen“, grinst Pretterhofer optimistisch.