Sonstiges - 15.06.2021, 14:16

Ein Fan (k)lebt für Sturm

22.600 Sticker in 200 vollgefüllten Sturm-Sammelalben

Andreas Bryjak ist Sturm-Fan, jeder Winkel seiner Wohnung schwarz-weiß. Dafür sorgen auch 200 (!) vollgefüllte Sturm-Stickeralben, weswegen die Post auch schon mit der Rodel ausrücken musste.

Vom Boden bis über die Hüften reicht der Sammelalben-Turm von Bryjak.

 „Wollte mir am Anfang nur 50 Packerl kaufen“

Es ist eine attraktive Geschichte mit Beginn im Oktober 2019. Am Tag des Verkaufsstarts des Sturm-Stickeralbums sicherte sich Sturm-Fan Andreas Bryjak einen Karton Sticker, also 100 Packerln. Als leidenschaftlicher Schwarz-Weißer hätte er eben doch gerne ein volles Album. Ein komplett gefülltes Heft hat er nun, etwas mehr als eineinhalb Jahre später, aber nicht – dafür gleich 200 bis auf das letzte Pickerl vollständige Alben. „Ich wollte mir am Anfang eigentlich nur 50 Packerl kaufen. Irgendwann hatte ich drei Alben gehabt. Und dann habe ich mir noch welche gekauft. Und noch ein paar. Irgendwann war ich bei 20 Alben und dachte mir: ‚Ja, das ist jetzt nicht mehr wenig, aber eine runde Zahl wäre schon etwas Einmaliges‘“. Das nächste Ziel konnte also nur lauten: 100 volle Alben. Als Bryjak diesen Meilenstein erreicht hatte, klebte er schon längst zu sehr an den Pickerln. „Zu Weihnachten habe ich eine größere Bestellung aufgegeben, da ist der Postler dann mit der Rodel zu mir gekommen, weil die Sticker so schwer waren“, erinnert sich der Schwoaze zurück. Mit reichlich Sammelfieber im Gepäck ging es dann zu den 200 Alben.

"Die meinen, dass ich komplett wahnsinnig bin. Meine Freundin hat schon gesagt: ‚Bitte höre endlich auf damit, ich kann schon keine Pickerl mehr sehen.‘"

Andreas Bryjak

Mehr Schwarz-Weiß geht kaum

Vor gut einem Monat hat er den letzten der 22.600 Sticker geklebt – und das, obwohl der Sturm-Fan aus privaten Gründen ein halbes Jahr die Alben links liegen ließ. Sein Arbeitstempo? Beachtlich! Vom Aufreißen der Sticker über das Sortieren bis hin zum Einkleben aller Pickerl schaffte er es für ein Album mal in einer Stunde und zwölf Minuten. In Summe waren es rund 250 Stunden „Arbeit“, die Bryjak in sein Hobby investierte. Was sagen seine Freunde und Familienmitglieder dazu? „Die meinen, dass ich komplett wahnsinnig bin. Meine Freundin hat schon gesagt: ‚Bitte höre endlich auf damit, ich kann schon keine Pickerl mehr sehen.‘“Mit den Stickern wird sie aber wohl noch längere Zeit leben müssen. Bryjak betont nämlich, dass alles in seinem Besitz bleibe und er keine seiner Sturm-Fanartikel weiterverkaufe. Nicht umsonst ist die Wohnung des Steirers quasi nur schwarz und weiß. Selbst seine Hauskatze trägt die Farben seines Herzensklubs. Mehr Sturm geht also kaum, mehr schwarz-weiße Leidenschaft auch nicht.