Kampfmannschaft - 19.08.2017, 18:34

"Die Mannschaft soll es genießen"

Die Stimmen zum 2:1-Erfolg gegen Rapid Wien

Franco Foda: "Die Mannschaft soll es genießen. Sie waren die Protagonisten und haben den Plan heute gut umgesetzt. Rapid ist sehr ballstark, aber wenn sie den verlieren, ergeben sich Räume. Bis zum 2:0 haben wir unsere Sache sehr gut gemacht, nach einem individuellen Fehler zum 2:1 sind wir etwas ins Trudeln gekommen. Aber wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt. Du kannst bei Rapid nicht alles verteidigen, aber das Tor darf nicht fallen. Wir waren in Überzahl, da darfst du dich nicht so ausspielen lassen. Beide unserer Tore waren perfekt, schnell nach vorne gespielt mit ein bis zwei Kontakten. Die Mannschaft hat sich über 90 Minuten gut präsentiert. Die Spieler können den Abend heute genießen, ich werde auch morgen im Training etwas Rücksicht darauf nehmen, aber dann ist es wichtig, demütig und konzentriert zu bleiben. Es gibt immer noch was zu verbessern."

Thorsten Röcher: "Das war überragend heute. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, es ist immer schwer in Hütteldorf. Wir sind selbstbewusst aufgetreten, so muss man hier auftreten. Wir sind eine super Mannschaft, das haben wir heute bewiesen. Jeder hakelt für jeden, wir verstehen uns abseits vom Platz gut miteinander. Da kann was Großes entstehen. Wir sind zufrieden mit fünf Siegen aus fünf Spielen, aber jetzt freuen wir uns nur mal zwei Tage und dann bereiten wir uns auf Salzburg vor."

Peter Zulj: "Ich finde nicht, dass die Serie unheimlich ist. Wir investieren von Woche zu Woche sehr viel, am Ende schauen immer die Siege heraus. Wir sind kompakt gestanden, haben auf die Umschaltphasen spekuliert. Vielleicht hätten wir manches besser ausspielen können, aber ich finde, dass der Sieg verdient ist. Für mich läuft es extrem gut, ich fühle mich sehr wohl in der Mannschaft und beim Klub. Wir müssen bodenständig blieben, es sind erst fünf Spiele gespielt. Das jetzt ist eine Momentaufnahme. Wenn wir nächste Woche gegen Salzburg gut abschneiden, können wir zufrieden in die Länderspielpause gehen."

Goran Djuricin: "Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren, hatten 33 Prozent Zweikampfquote, das ist unter jeder Kritik. In den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte hatten wir Probleme, dann nur auf ein Tor gespielt. Das 1:0 war der einzige Torschuss von Sturm in der ersten Hälfte. Sie haben auf Konter gespielt, sind sehr tief gestanden, wir sind nicht durchgekommen. In der zweiten Hälfte haben wir Moral bewiesen, alles reingehaut, aber es war leider wieder einmal zu wenig. Wie jede Woche müssen wir analysieren und hoffen, dass es besser wird. Und effizienter werden. Vielleicht kommt das Spielglück auch zurück, dass nicht jeder Fehlpass bestraft wird. Wir müssen jetzt kapieren, dass wir über die Zweikämpfe kommen müssen."

Philipp Schobesberger: "Es tut natürlich sehr weh. Wir können nichts machen, nur weiter trainieren, weiter kämpfen und alles geben. Das Problem: Es sind lauter Kleinigkeiten. Ich glaube nicht, dass wir schlecht spielen, aber vorne fehlen uns die richtigen Ideen und hinten haben wir Pech. Ein Problem ist auf jeden Fall die Zweikampfstärke, wir haben viele verloren und sind dadurch schlecht ins Spiel gekommen."